Junges Kammerorchester

Paretz 2011

Mit einem Konzert des Jungen Kammerorchester Paretz hat die Stiftung Paretz am 22. Mai 2011 die Eröffnung und die besondere Akustik der Paretzer Scheune gefeiert. Das Orchester wurde eigens für die Eröffnung gegründet und besteht aus 21 jungen Musikern aus sieben verschiedenen Ländern.

Vier Tage haben sie in Paretz gemeinsam das Programm erarbeitet, ganz im Sinne der Stifter Helga Breuninger und Volker Donath, die nicht nur Ergebnisse, sondern auch Entstehungsprozesse von Kultur erlebbar machen möchten. Am 21. Mai um 17 Uhr fand die öffentliche Generalprobe statt. Umrahmt wurde sie von einem Gespräch des Musikliebhabers Dr. Marno Braunsdorf mit dem Dirigenten Jan Moritz Onken zum Programm, auf dem Werke von Benjamin Britten, Györgi Ligeti, Boas Avni und Franz Schubert standen.

Grundthema des Konzerts war die Stille, die die beiden Stifter in Paretz so beeindruckte, als sie im Mai 2008 zum ersten Mal in das havelländische Dorf kamen. Bei einem gemeinsamen Besuch mit Jan Moritz Onken in Paretz war die Stille wieder Thema. So entstand die Idee zu diesem Konzertprojekt. Jan Moritz Onken: „Uns war sehr wichtig, Musiker zu finden, welche die Stille gezielt suchen und für ein paar Tage den eigenen Lärm zu Hause lassen können, um wirklich ganz Ohr zu sein.“

Alle Musiker zeichnen sich durch ungewöhnliche künstlerische Laufbahnen aus. Viele sind Absolventen des Curtis Institute, der Juilliard School u.a. renommierter Hochschulen, sie spielen heute im Gewandhaus Orchester Leipzig, Deutschen Kammerorchester Berlin, WDR Sinfonieorchester und anderen großen Orchestern. Viele von ihnen kennen sich seit langem durch gemeinsames Musizieren im Bundesjugendorchester und „West Eastern Divan Orchestra“.

Außerdem waren zu dem Jungen Kammerorchester Paretz vier begabte junge Musiker aus St. Petersburg eingeladen, die in Russland unter schwierigen sozialen Verhältnissen studieren und arbeiten. Jan Moritz Onken kennt sie durch seine Dozentur an der Petersburger Universität. Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat die Musiker aus St. Petersburg, um ihnen eine Chance zu internationalem Austausch und Begegnung zu geben.

Kontakt

G. Radtke-Wolf

Sie haben Fragen zum Projekt. Bitte wenden Sie sich an Gabriele Radtke-Wolf
Tel. 033233. 799 590

Programm und Mitglieder des Orchesters

Programm

  • Benjamin Britten „Simple Symphony“
  • Gyorgy Ligeti „Ramification“
  • Boas Avni „Largo for Strings“
  • F. Schubert „Der Tod und das Mädchen“, arr. Gustav Mahler

Dirigent und musikalische Leitung

Jan Moritz Onken (*1977 in Wuppertal) sammelte mit 19 Jahren erste Dirigier-Erfahrung und wechselte danach vom Cello zum Fach Orchesterleitung am Petersburger Konservatorium, Abschluss 2004. 2010 war er Preisträger des 10. Internationalen Dirigentenwettbewerbs in Budapest. Er trat seitdem mit einer Reihe von internationalen Orchestern auf, darunter das Orchester der Deutschen Oper, der Kamerata St. Petersburg, dem Bard Symphony Orchestra und dem Sinfonieorchester der Alexander Herzen Universität. Seit April 2010 leitet er das Sinfonieorchester der Alexander Herzen Universität in St. Petersburg und wird gefördert durch eine Langzeitdozentur beim Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Violinen

  • David Gorol, Berlin – Konzertmeister
  • Yonit Amitai, Leipzig
  • Denis Bazarkov, St. Petersburg
  • Alicja Kasprzyk, Berlin
  • Teresa Krahnert, Berlin
  • Eren Kustan, Berlin
  • Inga Naumovna, St. Petersburg
  • Maria Popova, St. Petersburg
  • Lotte Reich, Berlin
  • Kana Sugimura, Hannover
  • Diana Tishchenko, Berlin
  • Holger Wangerin, Berlin

Bratschen

  • Barbara Buntrock, Berlin
  • Alexandra Kuzmina, St. Petersburg
  • Winnie Kübart, Berlin
  • Raimund Eckertz, Berlin

Celli

  • Lillia Keyes, Berlin
  • Angela Park, Berlin
  • Valentin Priebus, Berlin

Kontrabässe

  • Jochen Carls, Berlin
  • Robert Grahl, Berlin