Architektur und kulturelles Erbe in Paretz

April 2013

Die vom Verein Historisches Paretz in Kooperation mit der Stiftung Paretz organisierte Tagung hatte zum Ziel, Bürger, öffentliche Denkmalpflege und Fachexperten in einen gemeinsamen Dialog zu bringen. Ein Erfolg dieses Formates ist sicherlich der gegenseitige Austausch und die z.T. neu, einhergehende Sensibilisierung des Themas Denkmalpflege in Paretz gewesen. Schon allein diese Aspekte haben die Tagung aus Sicht aller Akteure lohnenswert gemacht. Der ergebnisreichen Diskussionsrunde gingen vier Referate voran. Prof. Gerhard Henkel sprach zur generellen Entwicklung von Dörfern und deren sozialem Gefüge in den letzten Zweihundert Jahren. Er mahnte als dringendstes Medium für die Fortführung ländlicher Kultur, übrigens auch des Bauens, die Vernetzung aller lokalen Akteure an. Jan Büchsenschuß verortete in seinem Vortrag das Gesamtkunstwerk von Paretz in den großen Utopien der Architektur. Mit Verweis auf Baukünstler wie Boullée und Ledoux und somit den großen europäischen Geisteskontext des späten 18. Jahrhunderts, skizzierte Büchsenschuß einige der maßgeblichen Strömungen die den Ort Paretz hervorgebracht haben. Die Architektin Christina Petersen machte anhand ihrer Erfahrungen bei der Generalsanierung des Jagdschlosses Glienicke deutlich, wie problematisch die Überlagerung von prägenden Zeitschichten sind, um ein in sich schlüssiges architektonisches Konzept zu erarbeiten. Matthias Marr, Schlossbereichsleiter in Paretz bot in seiner Gesamtschau einen Überblick der architektonischen Veränderungen in Zweihundert Jahren Paretzer Geschichte, die mit einem Gestaltungsverdikt des Bauherrn König Friedrich Wilhelms III. seinen Anfang nahm.

Kontakt

G. Radtke-Wolf

Gabriele Radtke-Wolf
Tel. 033233. 799 590