mit Lesung des gleichnamigen Textes von Ludwig Sternaux.
Führung & Lesung: Matthias Marr, Vorsitzender des VHP.

Ludwig Sternaux studierte Philologie und Rechtswissenschaften und arbeitete bis 1918 als Theaterkritiker bei der Täglichen Rundschau. Danach war er beim Berliner Lokal-Anzeiger und der Berliner Zeitung Der Tag beschäftigt. Später war er Chefdramaturg bei der UFA. Er war ein literarischer Nachfolger Theodor Fontanes. 

Zwischen den beiden Weltkriegen hat er vier Bücher über Potsdam veröffentlicht. Es gibt in der wirklich umfangreichen Literatur über die Stadt Potsdam kaum einen Schriftsteller, der seine persönlichen Erfahrungen und Empfindungen mit der Stadt so detailgetreu und real mit der Geschichte, der Architektur und den Menschen wiedergeben kann. Ein Bericht über einen Ausflug nach Paretz beschreibt den dort blühenden Nickenden Milchstern.

Foto: ©Matthias Marr


Ostermontag, 22. April 2019, 11 Uhr · Schlossgarten, Parkring 1, 14669 Ketzin/Havel OT Paretz · Eintritt frei, Spenden erbeten €

Veranstalter: Verein Historisches Paretz e.V. · veranstaltung@paretz-verein.de · Tel.: (033233) 80 74 7

Wandern durch die Mark auf Fontanes Pfaden

Von Potsdam über Bornim, Marquardt und Uetz bis zum Schloss Paretz (mit Lesungen aus Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“) 
Gemeinsame Veranstaltung des Vereins Historisches Paretz mit der URANIA Potsdam

Die Wanderung beginnt an dem Ort, wo es in den 1740er-Jahren zur legendären Auseinandersetzung zwischen dem Müller Grävenitz und Friedrich II. kam. Zunächst führt sie nach Bornstedt, vorbei am Friedhof, mit dem sich laut Theodor Fontane „an Zahl berühmter Gräber vielleicht kein anderer Dorfkirchhof vergleichen kann“, denn „was in Sanssouci stirbt, das wird in Bornstädt begraben“. Von den letzten Ruhestätten eines Peter Joseph Lennés oder Hermann Sellos geht es weiter durch die von diesen geplante und entwickelte Bornimer Feldflur. Den vom alten Gutshof übriggebliebenen Persiusturm im Rücken „durchschneiden [wir] den ‚Königsdamm‘ und münden unmerklich aus der Chaussee in die Dorfstraße ein, zu deren Linken ein prächtiger Park bis an die Wublitz und die breiten Flächen des Schlänitzsees sich ausdehnt“ – Marquardt, „ein altwendisches Dorf, ebenso anziehend durch seine Lage, wie seine Geschichte.“ Nach einer individuellen Mittagspause führt der Weg weiter nach Uetz mit seiner (sanierten) gotischen Kirche aus dem 16. Jahrhundert und dem alten Fährhaus.

„Von Ütz nach Paretz ist noch eine gute halbe Meile. An einem Sommernachmittag ein entzückender Spaziergang“. In Paretz lockt nicht nur das klassizistische Schloss, welches Friedrich Wilhelm III. als Refugium für sich und seine Gattin Luise errichten ließ. Auch die evangelische Dorfkirche mit ihren Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert sowie der alte Ortskern laden zum Entdecken (eine Schloss- oder Ortsführung kann optional gebucht werden) oder zum Verweilen (ein Nachmittagstisch wird angeboten) ein.

Die Gesamtstrecke der Wanderung beträgt ca. 18 km. Möglich ist auf dem Hinweg ebenso die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Marquardt und Paretz.

Rückfahrt: Um 17.00 Uhr werden in Paretz Shuttlebusse eingesetzt, mit Halt an der Historischen Mühle von Sanssouci, am Luisenplatz und am Potsdam Hbf.

Foto: www.freepik.com


Sa. 4. Mai 2019 um 8.30 Uhr · Startpunkt: An der Mühle, Sanssouci nach Paretz · Teilnehmerpreis: 28 €


Veranstalter: Verein Historisches Paretz in Kooperation mit der Urania Potsdam

Unterhaltsame Schlossführung mit der Hofgesellschaft der Königin Luise

Herbst 1805 – Suchmeldung des preußischen Königshauses:

„Nach dem zweiwöchigen Aufenthalt des Königspaares in Paretz, bei welchem auch die Ehrendamen der Königin Luise anwesend waren, brach man in die Winterquatiere auf. Alle bereitgestellten Kutschen waren beladen und abfahrbereit, als auch das Königspaar sich von seinem geliebten Paretz trennte. Bis die Gesellschaft das Winterdomizil erreichte, war das Verschwinden der beiden Hofdamen nicht bemerkt worden, da die meisten Mitglieder der Reisegesellschaft von der anstrengenden Fahrt ermüdet waren. Erst am nächsten Tag fand man sich zum gemeinsamen Mittagsmahl mit Ihrer Majestät wieder ein. Dort wurde erstmals das Fehlen der Damen bemerkt. Sämtliche Mitreisenden wurden befragt, alle Zimmer erfolglos durchsucht – es bleibt ein Rätsel.

Augenzeugen aus Paretz und Umgebung, die Hinweise zum Verbleib der Schwestern von Viereck geben können, werden um Nachricht gebeten.“

Wie schnell man beim Abweichen vom höfischen Zeremoniell in Schwierigkeiten geraten kann, führen die DarstellerInnen dieser turbulenten szenischen Schlossführung auf unterhaltsame Weise vor.


Sa. 7. Okt., 14 Uhr · Treffpunkt: Schlosskasse Paretz · 12,– €/10,– €


Anmeldung: Schloss Paretz · Tel.: 033233. 73611 · schloss-paretz@spsg.de